ASKG Steuerberatungs GmbH

Sie sind hier:

Social Media

Aktuelles für Ärzte

Weitere Artikel der Ausgabe Frühling 2019:

Aufklärung über Abwandern einer Spirale in den Bauchraum

Aufklärung über Abwandern einer Spirale in den Bauchraum

Ausgangslage

Im konkreten Fall wurde bei einer Patientin eine Spirale zur Dauerempfängnisverhütung lege artis eingesetzt. Die Spirale wanderte jedoch in den Bauchraum, verwuchs dort mit dem Dünndarm und musste letztendlich auch operativ entfernt werden. Die klagende Patientin begehrte Schadenersatz.

Rechtliche Würdigung

Aufgrund des Behandlungsvertrages muss der Arzt die Patientin über mögliche Gefahren und Folgen der medizinischen Leistung aufklären. Für die nachteiligen Folgen einer unzureichenden Aufklärung haftet der Arzt selbst dann, wenn ihm bei der Behandlung – wie im vorliegenden Fall – kein Kunstfehler unterlaufen ist, es sei denn, er beweist, dass der Patient auch bei unzureichender Aufklärung in die Behandlung eingewilligt hätte.

Im gegenständlichen Fall wurde dies jedoch gar nicht behauptet. Jedenfalls muss der Arzt immer über typische Risiken aufklären, die auch im Falle einer lege artis Behandlung nicht immer vermeidbar sind und die geeignet sind, die Entscheidung des Patienten zu beeinflussen.

Das Erstgericht wies die Klage ab. Vom Berufungsgericht wurde das Abwandern der Spirale als typisches Risiko gesehen, über welches daher auf jeden Fall aufzuklären ist.

Stand: 25. Februar 2019

Bild: Udo Kroener - Fotolia.com

Funktionen

Autor

Anschrift

Marxergasse 25/4 A-1030 Wien Telefon +43 / 1 / 718 47 11 Fax +43 / 1 / 718 47 11-21

Suche

hCards

Logo von ASKG Steuerberatungs GmbH
ASKG Steuerberatungs GmbH, work: Marxergasse 25/4, A-1030 Wien, Österreich, work: +43 / 1 / 718 47 11, fax: +43 / 1 / 718 47 11-21

Logo von Atikon
Atikon, work: Kornstraße 15, 4060 Leonding, Österreich, work: +43 732 611266 0, fax: +43 732 611266 20